Gemeinsam stark: Vernetzung und Empowerment
Frauen vernetzen sich weltweit seit Beginn der Ersten Frauenbewegun
Die Weltfrauenkonferenzen
In den 1960er-Jahren zeigt sich, dass Frauen mehr als Männer von Armut betroffen sind. Die Frauenrechtskonvention CEDAW will erreichen, dass die Vereinten Nationen die Frauen mehr unterstützen. Das wird für viele Bereiche verlangt, zum Beispiel für die ländliche Entwicklung, die Familienplanung oder die Technologie.

1975 wird zum Internationalen Frauenjahr ernannt. Damit soll auf die ausständige Gleichstellung von Frauen und Männern aufmerksam gemacht werden. Sie tragen auch gemeinsam zu Entwicklung und Frieden bei. Die erste Weltfrauenkonferenz findet in Mexiko-City (Mexiko) statt.
Das Jahrzehnt der Frauen, 1976-1985
Nach der ersten Weltfrauenkonferenz in Mexiko kommt das Jahrzehnt der Frauen. Dieses steht unter dem Motto: Gleichstellung, Entwicklung, Friede.
Weitere Weltfrauenkonferenzen folgen: die zweite in Kopenhagen 1980, die dritte in Nairobi 1985 und die vierte und bislang letzte in Peking 1995.
Schematische Darstellung der vier Weltfrauenkonferenzen
Die vier Weltfrauenkonferenzen. Schematische Übersicht.
Graphik.
(UNWomen)
Die Frauenrechtskonvention der UNO
Die UN-Generalversammlung beschließt am 18. Dezember 1979 das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau. Diese UN-Frauenrechtskonvention wird oft kurz CEDAW genannt. Das sind die Anfangsbuchstaben des englischen Namens (Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination against Women). Sie tritt 1981 in Kraft.
Die Konvention definiert Diskriminierung von Frauen als „… jede mit dem Geschlecht begründete Unterscheidung, Ausschließung oder Beschränkung, die zur Folge oder zum Ziel hat, dass die auf die Gleichberechtigung von Mann und Frau gegründete Anerkennung, Inanspruchnahme oder Ausübung der Menschenrechte und Grundfreiheiten durch die Frau – ungeachtet ihres Familienstands – im politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen, staatsbürgerlichen oder jedem sonstigen Bereich beeinträchtigt oder vereitelt wird.“
Die Konvention ist eine Grundlage für die Idee der Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen. Sie garantiert Frauen und Männern die gleichen Möglichkeiten im öffentlichen und politischen Leben.
In den Jahren 2014 bis 2018 ist erstmals und das bisher einzige Mal eine österreichische Vertreterin in diesem Ausschuss, die Juristin Lilian Hofmeister.
Informationen zu CEDAW
Österreich hat die Konvention 1982 ratifiziert und hat sich damit verpflichtet, alle 4 Jahre schriftlich über die Fortschritte bei der Umsetzung der Konvention zu berichten.
Informationen zu CEDAW beim Bundeskanzleramt.
Die vierte und bisher letzte Weltfrauenkonferenz
Es gibt insgesamt vier Welt-Frauenkonferenzen. Bei den ersten dreien in den Jahren 1975, 1980 und 1985 besprechen die TeilnehmerInnen, was die Gleichberechtigung der Frauen vorantreiben könnte. Da geht es um Bildung, Arbeit und Gesundheit. Es wird auch debattiert, was getan werden muss, damit Frauen in allen Lebensbereichen dabei sein können.
Die Frauen bemerken, dass diese Ziele nicht erreicht werden konnten. Bei der vierten Weltfrauenkonferenz in Peking beschließen sie, das jetzt besser zu machen. Unter dem Namen Aktionsplattform werden die Themen der ersten drei Konferenzen um neue Themen erweitert. Es geht nun um Frauen in bewaffneten Konflikten, Gewalt gegen Frauen, Frauen und Medien und auch um die Mädchen. Diese Erklärung von damals, 1995, gilt heute noch.
Hillary Clinton auf der Welt-Frauenkonferenz in Peking
Vor 25 Jahren kommen 193 Länder auf der vierten Weltfrauenkonferenz in Peking zusammen. Sie versprechen, Maßnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter zu ergreifen. Hillary Clinton hält in Peking eine vielbeachtete Rede. Die TeilnehmerInnen unterzeichnen das Aktionspapier Gleichstellung der Geschlechter. Seitdem werden viele Fortschritte erzielt. Viele der Versprechen müssen aber noch erfüllt werden.
Hillary Clinton hält in Peking eine vielbeachtete Rede.
Milton Gran (UN Photo): Hillary Clinton, damals die First Lady der Vereinigten Staaten, hält in Beijing eine vielbeachtete Rede.
Momentaufnahme. Peking 1995.
(UNO)
https://dgvn.de/meldung/die-vierte-weltfrauenkonferenz-25-jahre-danach
Die jährliche Frauenstatuskommission der Vereinten Nationen
Bereits seit 1946 gibt es bei den Vereinten Nationen eine Kommission für den Status der Frau (CSW). Dieses Gremium ist weltweit sehr wichtig, auch zwischen einzelnen Ländern. Es fördert die Gleichstellung der Geschlechter, damit stärkt es auch die Frauen. Die sollen in ihren Rechten gefördert werden. Das Gremium besteht aus 45 Mitgliedsstaaten der UN. Die werden alle vier Jahre neu gewählt. Es wird darauf geachtet, dass immer dreizehn Mitglieder aus afrikanischen Staaten sind. Elf kommen aus asiatischen Staaten, neun aus lateinamerikanischen und karibische Staaten. Vier werden von osteuropäischen und die letzten acht von westeuropäischen und anderen Staaten entsendet.
61. Sitzung der Kommission zum Status der Frau.
CIDSE: Diskussion über die Rolle des Glaubens bei der 61. Sitzung der Kommission zum Status der Frau.
Momentaufnahme. 2016.
https://www.cidse.org/de/2017/04/03/commission-on-the-status-of-women-and-the-role-of-faith/
Der EU-Gender-Action-Plan
Der EU-Aktionsplan für die Gleichstellung der Geschlechter will die Rechte von Frauen und Mädchen in den Mittelpunkt rücken.
Die Gleichstellung der Geschlechter ist einer der Grundwerte der Europäischen Union. Alle Menschen sollten frei sein, das Leben zu führen, das sie wollen.
Man traut Frauen und Mädchen zu, selbst viel zur Entwicklung und Veränderung beitragen zu können. Die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung von Frauen und Mädchen sind entscheidend für die Gesellschaft überall.
Der EUI Gender Action Plan 2021-2025:
